Krimis zählen zu den beliebtesten Genres der Literatur, und egal, ob man sich aktuelle Bestseller-Listen oder Klassiker der Literaturgeschichte ansieht: Krimis sind auf jeden Fall immer dabei. Von Sherlock Holmes über Maigret und Philip Marlowe bis hin zu den modernen schwedischen Krimis um Kurt Wallander gibt es für jeden Geschmack Geschichten rund um Verbrechen und ihre Aufklärung.

Auch wenn Krimis in der Literatur nach wie vor oft den Ruf haben, eher trivial zu sein, gibt es genügend Beispiele für anspruchsvolle Kriminalliteratur. Fjodor Dostojewski (Schuld und Sühne), Friedrich Dürrenmatt (Das Versprechen) und der Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa (Tod in den Anden) haben spannende und dennoch anspruchsvolle Krimis verfasst und somit bewiesen, dass die Suche nach dem Täter nicht allein der Unterhaltung dienen muss, sondern durchaus Potenzial hat, sprachlich ansprechend und inhaltlich mehr als nur eine spannende Jagd zu sein.

Das Interesse der Menschen an Verbrechen und Strafverfolgung – und somit an Krimis – lässt sich bis zur Geschichte um Kain und Abel zurückverfolgen. Heute finden sich verschiedene Arten von Krimis in der Literatur, die sich unter anderem nach der handelnden Hauptfigur unterscheiden. Dies kann ein professioneller Ermittler der Polizei, ein (Privat-)Detektiv oder eine Privatperson sein, die durch ihr Interesse oder durch Zufall in einen Kriminalfall verwickelt wird. Gemeinsam ist allen Krimis, dass ein Verbrechen (meist ein Mord) verübt wurde, das aufgeklärt werden soll. Nicht immer schafft der Ermittler es, den Fall tatsächlich zu lösen, aber bei den meisten Krimis ist der Täter am Ende der Geschichte bekannt. Viele Krimis lassen den Leser ebenfalls im Dunkeln, wer der Täter ist – hier liegt ein besonderer Reiz des Krimis darin, dass man mitraten kann, wer der Verbrecher ist. Es gibt aber auch Krimis, bei denen wie in der Fernsehserie Columbo von Anfang an bekannt ist, wer die Tat wie begangen hat. In diesen Krimis steht der Ermittler noch stärker im Vordergrund als in anderen Geschichten, denn hier geht es sehr stark um das „Wie“ der Aufklärung des Falls. Die Spannung wird nicht dadurch erzeugt, dass man erfahren will, „wer es war“, sondern dadurch, dass man wissen möchte, ob und vor allem wie der Ermittler den Fall löst.

Die Hauptfiguren von Krimis üben oft eine so starke Faszination auf den Leser aus, dass etliche Krimis in Serie erschienen sind. Sherlock Holmes zum Beispiel hat eine breite Fan-Basis, die sich auch heute noch Filme und Serien mit dem Meister-Detektiv ansieht. Vor allem aus Skandinavien kommen auch heute etliche Krimi-Reihen, die eine große Leserschaft ansprechen, auf Dauer binden und auch – wie z.B. bei der Millennium-Trilogie – in die Verfilmung der Krimis in die Kinos bringen.

Dass Krimis so beliebt sind, beschränkt sich nicht allein auf Bücher. Der „Tatort“ beispielsweise, die bekannteste deutsche Fernseh-Reihe in Sachen Krimis, erfreut sich größter Beliebtheit und lockt Sonntag für Sonntag ein Millionenpublikum vor den Bildschirm.

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