Das Film-Buch

Filmgeschichte toll graphisch aufbereitet:

Das Film-BuchVor einigen Wochen habe ich ziemlich begeistert über das Literatur-Buch aus dem Dorling Kindersley-Verlag berichtet. Ein anderer Band aus derselben Reihe vereint als Buch über Filme gleich zwei meiner liebsten Dinge, sodass ich das Film-Buch natürlich auch näher unter die Lupe nehmen wollte.

Das Film-Buch zeigt wie alle Bücher dieser Reihe extrem gut aufbereitet und komprimiert alles Wissenswerte rund um das jeweilige Themengebiet. Dieser Band zieht entsprechend beispielhaft Filme verschiedener Zeiten heran, um damit die wichtigsten Strömungen, Visionen und auch Herausforderungen der Filmschaffenden vorzustellen. Das Ganze ist chronologisch angeordnet, sodass man einen guten Überblick darüber erhält, wie sich der Film über die Jahrzehnte entwickelt hat. Jeder Film

Diese kleine Reise durch die Geschichte beginnt mit den ersten bewegten Bildern, darunter natürlich Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat der Brüder Lumière, und endet 2015 mit dem groß angelegten Filmprojekt Boyhood von Richard Linklater. Dazwischen finden sich Informationen zu den bekanntesten Werken der Filmgeschichte, und zwar sowohl zum Inhalt als auch zur Entstehung. Eine zeitliche Einordnung hilft dabei, festzustellen, welche Bedeutung dieser Film für andere Werke und vor allem für die Beteiligten hatte.


 

Das Film-Buch ist eine Sammlung bekannter Filme, Schauspieler und Regisseure

 

Ein großer Plus-Punkt am Film-Buch ist, dass sehr deutlich wird, wie stark einzelne Personen das Film-Geschehen geprägt und weiterentwickelt haben. So wundert es nicht, dass bekannte Regisseure wie Stanley Kubrick, Fritz Lang, Alfred Hitchcock oder Quentin Tarantino gleich mehrfach auftauchen.

Ein paar Punkte haben mir an dem Buch noch gefehlt. Dem Medium ist es natürlich geschuldet, dass es selbst viele Bilder bereithält, auf die Das Film-Buch auch zurückgreift. Aus jedem Film ist mindestens ein Still, meistens sogar zwei oder noch mehr abgebildet. Den Platz hätte ich mir für mehr Informationen gewünscht, denn anders als beim Literatur-Buch hatte ich hier das Gefühl, dass ich nicht viel Neues entdecken konnte. Tatsächlich liegt der Fokus meiner Meinung nach auch zu stark auf bekannten Werken und auf denen der westlichen Film-Macher.

Bis zu den 1990er Jahren ist das Ganze noch ausgewogener, und ich war begeistert, Filme wie den (fast) nur aus Standbildern bestehenden Am Rande des Rollfelds oder Tarkowski-Klassiker Stalker zu finden, dem dann auch vier Seiten gewidmet wurden. Wichtige modernere Entwicklungen wie die Greek New Wave oder Regisseure melancholischer Komödien wie Wes Anderson, Sofia Coppola oder Spike Jonze wurden aber leider nicht mehr berücksichtigt.

In Summe aber ist Das Film-Buch ein sehr gutes Nachschlagewerk und eine Inspirationsquelle für Film-Liebhaber und macht auf jeden Fall Lust auf den nächsten Filmabend.

Infos zum Buch

Das Film-Buch
(The Movie Book)
352 Seiten
Erstausgabe 2015 (englisch)

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