Science Fiction-Bücher befassen sich thematisch mit einer Welt des Möglichen. Daher spielen Science Fiction-Bücher meist in der näheren oder weiter entfernten Zukunft und manchmal an weit entfernten Orten wie zum Beispiel auf fremden Planeten. Eine Kombination aus Wirklichem und Fiktionalem ermöglicht somit einen anderen Blick auf die Gegenwart. Wichtige Elemente der meisten Science Fiction-Bücher sind gesellschaftliche Strukturen (vor allem im Unter-Genre Dystopien) sowie technische Neuerungen, die zum Beispiel die Reise zu entfernten Planeten ermöglichen oder das Leben der Menschheit radikal ändern (z.B. Klonen, lebensverlängernde Technologie).

Die ersten Science Fiction-Bücher stammen bereits aus dem 16. Jahrhundert und handeln von der Reise zum Mond. Der wohl bekannteste Autor aus dieser Zeit ist Cyrano de Bergerac, der jedoch weniger durch seine Bücher als durch das über ihn von Edmond Rostand verfasste Theaterstück Bekanntheit erlangte. Mit fortschreitender Entwicklung der Technologie wuchs auch die Fantasie der Schriftsteller und das vorstellbar Mögliche wurde verstärkt in der Literatur aufgegriffen. Vor allem ab dem 19. Jahrhundert wurden die Science Fiction-Bücher zahlreicher, und Autoren wie Mary Shelley (Frankenstein), Jules Verne (20.000 Meilen unter dem Meer, Reise zum Mittelpunkt der Erde) und H. G. Wells (Die Zeitmaschine) legten die Weichen für dieses neue Genre. Einer der frühesten deutschen Genre-Vertreter ist Kurd Laßwitz.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Science Fiction-Bücher meist in Form von billigen Heftromanen veröffentlicht, deren Aufmachung und schlechte Qualität dem Genre den Ruf des Schund einbrachte, der ihm zum Teil noch heute anhängt. Doch in der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden vor allem in den USA qualitativ höherwertige Science Fiction-Bücher herausgebracht, deren Autoren noch heute als wichtigste Vertreter des Genres gelten. Hierzu zählen vor allem die Klassiker von Isaac Asimov, Robert A. Heinlein und Arthur C. Clarke.

Auch heute noch erfreuen sich Science Fiction-Bücher großer Beliebtheit, was nicht zuletzt ihrer Umsetzung in Filme zu verdanken ist. Die Mischung aus fantasievollem Setting, dennoch oft engem Realitätsbezug und technischen Neuerungen macht das Genre nach wie vor faszinierend für ein breites und sehr heterogenes Publikum.

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