Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger (Ang Lee)

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger - DVD-Cover

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger – DVD-Cover

Idyllisch und harmonisch ist die Welt von Pi Patel: er wächst mit seinem Bruder Ravi und seinen Eltern im indischen Pondicherry auf. Sein Vater ist Zoodirektor, und so verbringt Pi seine Kindheit inmitten von Elefanten, Giraffen, Ziegen und anderen Tieren. Seine Eltern lassen ihm und Ravi nahezu alle Freiheiten. Obwohl weder Vater noch Mutter religiös sind, haben beide keine allzu ernsten Einwände, als Pi sich gleich für drei Religionen zu interessieren beginnt. Zunächst wird er Hindu, dann Christ und schließlich Moslem. In seinen Augen widerspricht sich das nicht, sondern ergänzt sich hervorragend zu seiner ganz eigenen Weltanschauung. Nur Richard Parker darf Pi nicht zu nah kommen, denn Richard Parker ist der gefährlichste Zoo-Bewohner – ein Tiger, der seinen ungewöhnlichen Namen einem falsch ausgefüllten Formular verdankt.

Pi ist glücklich in Indien, umschifft die Hänseleien wegen seines vollen Vornamens „Piscine“ geschickt und verliebt sich das erste Mal. Für ihn könnte es immer so weiter gehen, doch sein Vater hat andere Pläne. Er sieht keine Zukunft für sich und seine Familie in Indien, und so entschließt er sich, nach Kanada auszuwandern. Die Tiere kommen kurzerhand mit, denn in den USA kann man sie besser verkaufen. Pi nimmt schweren Herzens Abschied von seiner Heimat, und sein Leben bekommt eine ganz neue Wendung.


Life of Pi: Eine unwahrscheinliche Geschichte von Vertrauen und Glauben

Auf dem Schiff werden Pi und seine Familie nicht sehr heimisch. Die Mannschaft ist raubeinig und akzeptiert die Inder nicht. Immerhin besteht die Aussicht auf ein besseres Leben in Kanada, und alle fiebern der Ankunft entgegen. Doch es kommt anders: Ein Sturm bringt das Schiff zum Kentern, und Pi, der sich als einziger der Familie an Deck befand, findet sich plötzlich auf einem Rettungsboot wieder, dass durch den Pazifik treibt. Andere Überlebende sind auch bei ihm: ein verletztes Zebra, ein Orang Utan, eine Hyäne und Richard Parker. Seine Familile und die Schiffsmannschaft sieht Pi nicht mehr. Stattdessen muss er, nachdem ihm klar wird, dass niemand ihn retten wird und er tatsächlich schiffbrüchig ist, herausfinden, wie man mit einem Tiger auf einem Boot überlebt. Die Dinge, die er von seinem Vater über Tiere und von seinen Religionen über Glauben und Vertrauen gelernt hat, helfen ihm dabei.

 

Als unverfilmbar geltende Romanvorlage „Schiffbruch mit Tiger“

Der Roman „Schiffbruch mit Tiger“ (Original: „Life of Pi“) von Yann Martel galt lange Zeit als unverfilmbar. Zunächst gibt es da natürlich das Problem, ein Rettungsboot mit einem Tiger zu filmen. Viel wichtiger jedoch ist, dass sich vieles in der Romanvorlage im Inneren der Hauptfigur abspielt und nicht viel passiert, was sich filmisch darstellen lässt. Ang Lee hat es mit „Life of Pi“ dennoch geschafft, die Vorlage so umzusetzen, dass man miterlebt, was Pi denkt und fühlt, während er mehr oder weniger allein auf dem Pazifik dahintreibt. Die Story aus dem Buch wurde an einigen Stellen gekürzt oder abgewandelt, was dem Film aber nicht schadet. Insgesamt setzt Ang Lee bei „Life of Pi“ stark auf visuelle Effekte, und die Kino-Version besticht durch besondere 3D-Effekte. Darüber hinaus ist es gelungen, den Tiger wie im Buch auch mit einer eigenen Persönlichkeit auszustatten, so dass man auch ihm Emotionen ansehen und mit ihm leiden kann.

Mit insgesamt vier Oscars wurde „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ ausgezeichnet, darunter für die beste Regie und die besten visuellen Effekte.

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Infos zum Film

Life of Pi:
Schiffbruch mit Tiger
(Life of Pi)

USA, 2012
121 Minuten
Filmverleih: Fox Deutschland
Regie: Ang Lee
Drehbuch: David Magee
mit Suraj Sharma,
Irrfan Khan, Adil Hussain,
Gérard Depardieu
FSK: frei ab 12

 

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