Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten (Guy Ritchie)

Holmes und Watson

Holmes und Watson

Wenn irgendwo „Sherlock Holmes“ draufsteht, bin ich schon dabei. Wenn außerdem Robert Downey Jr. und Jude Law drin sind, lasse ich mich auch schon mal auf einen Kinofilm mit Überlänge ein – zwei Stunden und acht Minuten lang was zum Hinsehen hat man dann ja auf jeden Fall. Also habe ich mich gestern in die längste Kinoschlange der Welt gestellt, um den zweiten Guy-Ritchie-Sherlock-Holmes-Film Spiel im Schattenanzusehen.

 

Jagd nach Professor Moriarty

In „Spiel im Schatten“ trifft Sherlock Holmes auf seinen größten Widersacher, Professor Moriarty, der durch verschiedene Anschläge versucht, die europäischen Staaten gegeneinander aufzubringen. Da Dr. Watson frisch verheiratet ist (sehr schön die Szene, in der Holmes ihn nach durchzechter und durchprügelter Nacht vor den Altar bringt), versucht Holmes zunächst, seinem Gegner alleine gegenüberzutreten. Doch Moriarty erkennt die Freundschaft als den wunden Punkt des Detektivs und überfällt Watson und seine frisch Angetraute im Zug, der sie in die Flitterwochen bringen sollte. Holmes, der natürlich fünf Schritte vorausgedacht hat, vereitelt den Angriff, bringt die Braut etwas unkonventionell in Sicherheit und kann sich nun wieder gemeinsam mit Dr. Watson quer durch Europa auf die Jagd nach Professor Moriarty machen.

 

Actionreiches Unterhaltungskino

Vorneweg: Klar gibt es bessere Sherlock Holmes-Verfilmungen wie beispielsweise die BBC-Serie aus dem letzten Jahr. Und wie der erste Teil auch ist „Spiel im Schatten“ deutlich erkennbar ein Guy Ritchie-Film, in dem sich Sherlock Holmes schon mal mehr durch seine Kampfkunst als sein Genie auszeichnet. Und die Überlänge kommt zum Teil wohl auch dadurch zustande, dass die vielen Explosionen und Schießereien in Zeitlupe gezeigt werden. Schade ist auch, dass Noomi Rapace (bekannt aus der Millennium-Trilogie) anfangs als toughe Kämpferin eingeführt wird, später aber darauf beschränkt ist, neben den beiden Hauptdarstellern nett auszusehen und hin und wieder die Augen weit aufzureißen.
Ansonsten aber ist „Spiel im Schatten“ gute Unterhaltung und macht Spaß. Und wie die meisten anderen Guy Ritchie-Filme auch ist er ganz einfach ziemlich cool. Schon allein den Abspann mit seiner an Dexter erinnernden Musik könnte ich mir – wie beim ersten Teil – gleich mehrfach ansehen. Zudem wimmelt es von popkulturellen Zitaten – beispielsweise sieht Robert Downey Jr. in einer Szene dem Joker aus The Dark Knight zum Verwechseln ähnlich. Und auch viele Zitate aus den Original-Geschichten wird man in „Spiel im Schatten“ wiedererkennen.

Applaus am Ende eines Films habe ich bis gestern zumindest noch nie erlebt, was aber natürlich auch an meinen eher seltenen Kinobesuchen liegen kann. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass der Großteil der Zuschauer (zu denen ich mich hier auch zähle) mehr als zufrieden und gut unterhalten nach Hause ging. Entsprechend gibt’s von mir also trotz der etwas weiter vom Original entfernten Umsetzung eine Empfehlung für „Spiel im Schatten“ – zur Not kann man sich ja wahlweise zwei Stunden lang an den beiden Herren oder der Dame erfreuen.

Infos zum Film

Sherlock Holmes 2 – Spiel im Schatten
(A Game of Shadows)
USA, 2011
129 Minuten
Regie: Guy Ritchie
Drehbuch: Liz West
Verleih: Warner
mit Jude Law, Robert Downey Jr., Naomi Rapace
FSK: ab 12


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