Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Chris Buck, Jennifer Lee)

Filmplakat "Die Eiskönigin - Völlig unvnerfroren"

Filmplakat „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ © Disney

Ich bin eigentlich nur deswegen in „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ gegangen, weil ich meiner 4-jährigen Nichte Lotta einen Kino-Besuch schuldete. Mir war schon klar, dass Lotta eine Geschichte über zwei Prinzessinnen gefallen würde, aber ich hätte nicht gedacht, dass mich der Film auch so gut unterhalten würde. Aber erstmal zu den Fakten…

 

Worum geht’s in „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“

Der Film basiert auf dem Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen und handelt von den beiden Königstöchtern Elsa und Anna, die als Kinder praktisch unzertrennlich sind. Doch eines Tages passiert beim Spielen ein Unfall, bei dem die ältere Schwester Elsa ihre besonderen Fähigkeiten für einen Moment nicht unter Kontrolle hat und aus Versehen dafür sorgt, dass die kleinere Anna bewusstlos bleibt. Nur die Wald-Trolle können jetzt noch helfen und sie schaffen es tatsächlich, dass Anna wieder auf die Beine kommt. Die Erinnerung an den Vorfall wird dabei aus Annas Gedächtnis entfernt, zurück bleibt nur eine einzelne weiße Strähne im Haar der Prinzessin. Die königlichen Eltern legen Elsa nah, sich von nun an von Anna fernzuhalten, was diese auch tut. Anna, die ihre große Schwester auch weiterhin ohne Vorbehalte liebt, versteht nicht, warum diese sich absichtlich vor ihr versteckt.



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Die Krönung der Eiskönigin

An Elsas Krönungstag lernt Anna den charmanten Hans kennen, mit dem sie einfach alles gemeinsam zu haben scheint. Noch am selben Tag verloben sich die beiden und Anna bittet Elsa um die Erlaubnis, Hans zu heiraten. Doch diese ist kein bisschen begeistert und während einer hitzigen Debatte mit ihrer Schwester verliert Königin Elsa die Kontrolle. Mit ihren verborgenen Kräften verwandelt sie das sommerliche Arendelle in eine Landschaft aus Schnee und Eis und wird deshalb von der Bevölkerung sofort als Monster deklariert. Hals über Kopf flieht Königin Elsa ins Gebirge.

 

Die mutige Schwester der Eiskönigin – Völlig unverfroren!

Für Anna steht fest, dass sie ihrer Schwester um jeden Preis beistehen will. Also macht sie sich auf und folgt Elsa ins Gebirge. Sie trifft auf den raubeinigen Kristoff und dessen Rentier Sven und kann beide dazu überreden, ihr bei der Suche nach Elsa zu helfen. Zu ihnen gesellt sich auch noch der tollpatschige aber nicht minder reizende Schneeman Olaf (gesprochen von Hape Kerkeling). Der Trupp macht sich auf, um die Königin von Arendelle wieder nachhause zu bringen, damit diese Schnee und Eis schmelzen lässt und das Volk nicht mehr frieren muss. Doch Elsa fühlt sich in ihrem Eispalast, den sie eigenhändig auf einem Berg erschaffen hat, sehr wohl. Zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie sich und ihre besonderen Kräfte nicht mehr verstecken, sondern kann so sein, wie sie nunmal ist. Daher macht sie es ihren Besuchern nicht gerade leicht und es scheint, dass sich der Unfall, der die Schwestern einst entzweite, wiederholt – doch diesmal mit schlimmeren Folgen.

 

Was den Film so sehenswert macht

Die Figuren in „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ wirken besonders menschlich und glaubwürdig. Das liegt einerseits daran, dass sie alle mit außergewöhnlichen Charakterzügen ausgestattet sind und auch rein optisch so gestaltet sind, dass allein schon ihre Gesichter, ihre Gestik und Mimik besonders einprägsam sind. Diese optischen Merkmale sind mir besonders bei Kristoff aufgefallen, dessen Gesichtszüge für eine Disney-Produktion sehr außergewöhnlich wirken.

Aber auch Eiskönigin Elsa ist sehr charakteristisch: Ab dem Moment, in dem sie sich selbst von sämtlichen Zwängen befreit und jegliche Kontrolle über ihre Gefühle und ihre Kräfte ablegt, bewegt sie sich sehr weiblich und scheint mit einem Mal zur Frau geworden zu sein. Das Lied, das Elsa singt, als sie endlich loslässt und ihr wahres Ich zeigen kann, fand ich besonders berührend. In der deutschen Fassung könnt ihr es euch in folgendem Video ansehen. Im englischen Original findet ihr das Musikvideo auf Youtube.

Fazit zu Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

Keine Frage: Kinder werden ihren Spaß an dem Film haben, einfach weil die Figuren so liebenswert sind aber auch, weil die Geschichte wirklich spannend ist. Dafür sorgt übrigens unter anderem ein wirklich unvorhersehbarer Twist nach ungefähr zwei Dritteln des Films.

Aber auch als Erwachsener wird man sich sehr gut unterhalten fühlen, denn „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ ist einfach sehr vielseitig und eine tolle Mischung aus Märchen, Coming-of-Age-Story, Liebesgeschichte und natürlich Abenteuer. In diesem Film wird außerdem recht viel gesungen und jedes der Lieder überzeugt auch in der deutschen Übersetzung mit tollen Texten und eingängigen, anrührenden Melodien. Ich würde mich nicht wundern, wenn auf den Film bald eine Musical-Version folgt. Lottas und meine Empfehlung: auf jeden Fall anschauen!

Infos zum Film

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren
(Frozen)

USA, 2013
101 Minuten
Filmverleih: Walt Disney
Regie: Chris Buck, Jennifer Lee
Drehbuch: Jennifer Lee, Shane Morris
mit Hape Kerkeling (Synchronisation)
FSK: frei ab 0

 

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Ein Kommentar

  • Übrigens: Nach Stand vom 31. März 2014 ist DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN bereits jetzt der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten und vermeldet ein Einspielergebnis von derzeit 1.072,4 Milliarden US-Dollar.

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