Beasts of the Southern Wild (Benh Zeitlin) – Ankündigung

Filmplakat "Beasts of the Southern Wild"

Filmplakat „Beasts of the Southern Wild“

Was für den Betrachter von „Beasts of the Southern Wild“ wie eine heruntergekommene Hütte aussieht, ist für die sechsjährige Hushpuppy (Quvenzhané Wallis) die ganze Welt: Sie lebt mit ihrem Vater Wink (Dwight Henry) in einer Gegend, in der man das Überleben der Natur abtrotzen muss – den von der Außenwelt abgeschnittenen Sümpfen Louisianas, von den Bewohnern „Bathtub“ genannt. Hier gelten andere Regeln, werden andere Feste gefeiert, und Hushpuppy ist das, was ihre Heimat auch ist: wild, unabhängig und deutlich verletzlicher als es den Anschein hat.

Hushpuppys Vater ist Fischer, ihre Mutter ist „weggeschwommen“. Für Hushpuppy bedeutet das, dass sie momentan eben in ihren Gedanken mit der Mutter sprechen muss, aber sie irgendwann wieder vereint sein werden. Die einzige große Sorge in ihrem Leben ist die Ankunft der Auerochsen – Fabelgestalten, die die Polkappen schmelzen werden und damit eine für das Bathtub verheerende Klimakatastrophe herbeiführen werden.

Doch vorher noch bahnt sich für Hushpuppy eine ganz persönliche Katastrophe an: ihr Vater ist schwer krank, was er ihr verschweigt. Aber die Sechsjährige merkt intuitiv, dass etwas nicht in Ordnung ist, denn der Vater, der ohnehin schon starken Stimmungsschwankungen unterworfen ist, zieht sich noch stärker in sich selbst zurück.


Auf dem Dach eines Hauses durch die Fluten

Und dann kommt sie, die befürchtete Klimakatastrophe. Oder zumindest der erste Teil davon. Nach einem Sturm ist das Bathtub überflutet, und die Bewohner können nur auf dem Wasser überleben. Zwei Wochen treibt Hushpuppy auf einem Hausdach mit ihrem Vater und einigen Freunden durch die Fluten, doch von selbst ändert sich die Situation nicht.

„Beasts of the Southern Wild“ zeigt die Welt durch die Augen eines Kinds. Hushpuppy erhält nicht gerade viele Erklärungen für all das, was um sie herum geschieht, und so schafft sie sich eben eigene. Wild, selbstbewusst und naturverbunden stellt sie sich mutig den Monstern ihrer Phantasie, um in der Wirklichkeit zu überleben.

Die Premiere von „Beasts of the Southern Wild“, das auf einem Theaterstück basiert, fand während des Sundance Film Festivals 2012 statt, wo der Film auch gleich mit dem Hauptpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Außerdem gewann er mehr als 25 weitere Filmpreise, darunter eine goldene Kamera in Cannes. In den USA war der mit einem äußerst geringen Budget und hauptsächlich unerfahrenen Schauspielern gedrehte Debütfilm von Benh Zeitlin ein Überraschungserfolg, der vor allem durch etliche Besprechungen und positive Kritiken sein Publikum fand.

In Deutschland läuft „Beasts of the Southern Wild“ am 20. Dezember 2012 an.

Infos zum Film

Beasts of the Southern Wild
USA, 2012
93 Minuten
Filmverleih: MFA
Regie: Benh Zeitlin
Drehbuch: Benh Zeitlin,
Lucy Alibar
mit Quvenzhané Wallis,
Dwight Henry, Levy Easterly
FSK: frei ab 12

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