Gravity (Alfonso Cuarón)

2.5 Stars

Filmplakat "Gravity"

Filmplakat „Gravity“

Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) hat ihren Arbeitsplatz in einem Krankenhaus gegen einen Aufenthalt im All getauscht und befindet sich auf ihrer ersten Weltraum-Mission. Der erfahrene Astronaut Matt Kowalski (George Clooney) ist nicht nur gut darin, den Überblick zu behalten, sondern unterhält die ganze Mannschaft auch ununterbrochen mit seinen Stories und Anekdoten. Doch dafür ist plötzlich keine Zeit mehr, denn während Stone und Kowalski gerade versuchen, außerhalb des Shuttles eine Sende-Einheit zu reparieren, wird das Shuttle von herumfliegenden Teilen eines zerstörten Satelliten getroffen und damit selbst zerstört. Sowohl Stone als auch Kowalski werden vom Shuttle getrennt und treiben allein durchs All. Immerhin haben die beiden noch Funk-Kontakt miteinander und Kowalski schafft es, dank eines Antriebs, mit dem er im Weltraum unterwegs war, zu Stone zu gelangen und sich mit ihr aneinander zu ketten, so dass sie wenigstens einander nicht verlieren. Die Rückkehr zum zerstörten Shuttle ist dann noch verhältnismäßig einfach, doch vor Ort stellen sie fest, dass alle anderen Astronauten im Shuttle gestorben sind. Eine Rückkehr zur Erde ist nicht möglich, ohne dass eine Raumstation aufgesucht wird – die nächste ist die ISS, die Kowalski und Stone auch gleich ansteuern. Ohne Kontakt zur Erde und nur aufeinander angewiesen machen sie sich auf den Weg durchs All, und Stone ahnt noch nicht, dass die wirklich schwierigen Prüfungen noch vor ihr liegen.


 

Gravity: Einsamkeit und Verzweiflung im All

„Gravity“ lebt vor allem von zwei Dingen: Zum einen von der unendlichen Einsamkeit und nahezu unlösbaren Aufgabe des Überlebens im All, zum anderen von den Bildern und Einstellungen, die wirklich unglaublich schön sind. Die Spannung in der Story wird dabei natürlich vor allem vom ersten Punkt getragen, und da geht der Film – meiner Meinung nach leider – auch direkt mitten hinein ins Geschehen. Was genau Ryan Stone im Weltall macht, wer sie überhaupt ist, erfährt man nicht. Auch wenn sie eine kleine Hintergrund-Geschichte erhält, die der Figur am Ende noch eine Entwicklung verschafft, bleibt sie für mich den ganzen Film hindurch schwer greifbar, was eine Identifikation mit der zur Verzweiflung bringenden Situation zumindest schwieriger macht. Der Film konzentriert sich dafür mehr auf das Überleben seiner Heldin und stellt sie immer wieder vor Hindernisse, was einen bis zur letzten Minute mit Spannung zuschauen lässt.

Noch atemberaubender aber sind die Bilder der Erde, die man in „Gravity“ zu sehen bekommt. Allerdings ist auch hier wieder die Stärke gleichzeitig die Schwäche des Films, vor allem in der DVD-Version, denn wie bei den meisten 3D-Filmen fällt einem in der 2D-Version auf, dass einige Einstellungen nur gedreht wurden, um noch mal einen besonders schönen Effekt zu erzielen, so dass die Zeit, in der wirklich „etwas passiert“, noch weniger ist als die ohnehin schon recht kurzen 90 Minuten.

Mein Fazit: Eine von der ersten bis zur letzten Minute spannende Story, fantastische Bilder, und 90 Minuten gute Unterhaltung, allerdings kein Film, der mih nachhaltig beschäftigt hat.

„Gravity“ ist in mehreren Kategorien für den Oscar 2014 nominiert, unter anderem als Bester Film.

Infos zum Film

Gravity
USA / UK, 2013
90 Minuten
Filmverleih: Warner Brothers
Regie: Alfonso Cuarón
Drehbuch: Jonás Cuarón,
Alfonso Cuarón
mit Sandra Bullock, George Clooney
FSK: frei ab 12

 

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