Der Hobbit – Smaugs Einöde (Peter Jackson)

der hobbit smaugs einödeNachdem Bilbo in „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ schon allerhand Gefahren überstehen musste, kommt es für ihn in Teil 2 der Hobbit-Verfilmung noch dicker. Irgendwie hat Zauberer Gandalf es nicht nur geschafft, den Zwergenanführer Thorin Eichenschild davon zu überzeugen, dass sich die Zwergenvölker wieder vereinen und in ihr einstiges Königreich zurückkehren sollten. Es war ihm außerdem gelungen, den Hobbit Bilbo zu überreden, dass dieser sich der „unerwarteten Reise“ (Teil 1) als Meister-Dieb anschließen müsse. Denn man muss schon ein Meister-Dieb sein, will man den Arkenstein zurückerobern – den Stein, den Eichenschild braucht, um als „König unter dem Berge“ die Zwergenvölker wieder regieren zu können. Also setzen Gandalf, Eichenschild und 12 weitere Zwerge mit Bilbo im Schlepptau in „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ ihre Reise fort, um den alles entscheidenden Stein zu besorgen. Und natürlich lassen sie dabei keine der zahlreichen Gefahrenquellen aus, die zwischen ihnen und ihrem Ziel liegen, dem Berg Erebor.

 

Wer verfolgt welches Ziel rund um Smaugs Einöde?

Natürlich hat Gandalf (Ian McKellen) seinen Lieblings-Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman) nicht zum Spaß auf diese gefährliche Reise geschickt. Seit geraumer Zeit munkeln friedliche Mittelerde-Herrscher wie Galadriel (Cate Blanchett) nämlich, dass sich die dunklen Mächte in Form eines Nekromanten bündeln und dieser alles Böse um sich versammelt, um mit Heerscharen von Orks das ganze Land zu übernehmen. So vermutet Gandalf auch, dass sich ein besonders gefürchtetes Lebewesen dem Nekromanten anschließen und dessen Schlagkraft damit erhöhen könnte. Dieses Lebewesen hatte einst die Zwerge aus ihrem Königreich vertrieben und sämtliche Schätze für sich beansprucht. Seitdem schläft es in einem unermesslichen Haufen von Gold und versetzt bei seinen gelegentlichen Rundflügen immer wieder die Bewohner rund um den Erebor-Berg in Angst und Schrecken. Zudem bewacht der Unsympath den von den Zwergen begehrten Arkensteins. Die Rede ist von Smaug (Synchronstimme von Benedict Cumberbatch), dem schrecklichen Drachen.



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Bilbos Auftrag: in Smaugs Einöde den Arkenstein finden

Soviel sei verraten: nach einigem Hin und Her schafft es Bilbo tatsächlich, entgegen Gandalfs Anweisung in die riesige Halle zu gelangen, in der Smaug unter einem Berg von Gold ein Nickerchen hält. Während der Hobbit den Arkenstein wie eine Nadel im Heuhaufen sucht, erwacht Smaug allerdings und ist umso ungehaltener, als er feststellt, was der ungebetene Gast vorhat. Es beginnt ein David-gegen-Goliath-Spielchen, bei dem Smaug es sichtlich genießt, Bilbo durch den Berg zu jagen.

 

Hintergrund zu „Der Hobbit – Smaugs Einöde“

„Eine unerwartete Reise“ und „Smaugs Einöde“ sind die ersten beiden Teile der Film-Trilogie, die Regisseur Peter Jackson aus der ursprünglich als Kinderbuch angelegten Geschichte „Der Hobbit oder Hin und zurück“ von J.R.R. Tolkien gemacht hat, der dritte Teil „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ wird Ende 2014 ins Kino kommen. Diese drei Hobbit-Teile bilden wiederum die Prequels zur Herr der Ringe-Trilogie bestehend aus „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“.

 

Kritik am Film

Die Tatsache, dass Peter Jackson aus einem Buch gleich drei überlange Filme macht, hat bereits im ersten Trilogie-Teil „Eine unerwartete Reise“ für ein Problem gesorgt, das sich leider – wenn auch nicht ganz so drastisch – ebenfalls in „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ zeigt: Die Handlung muss irgendwie gestreckt werden. Das sorgt dafür, dass Kampfszenen mit Orks, Riesenspinnen und Weinfässern über die Maßen ausgedehnt werden und einen Fokus erzielen, der ihnen dramaturgisch eigentlich nicht zusteht. Immer dann, wenn die Handlung gerade ein wenig an Fahrt aufnimmt, verliert der Zuschauer wieder den Faden, um die endlos scheinenden Scharmützel abzuwarten. Das führt dazu, dass die Motivation der einzelnen Figuren nicht immer klar und damit der Gesamtkontext nicht immer nachvollziehbar ist.

 

Mein Fazit zu „Der Hobbit – Smaugs Einöde“

Obwohl ich ein großer Fan der Herr der Ringe-Trilogie bin und somit eigentlich jede Minute in Mittelerde genießen sollte, finde ich Teil 2 der Hobbit-Verfilmung wie auch schon Teil 1 entschieden zu lang. Hätte Peter Jackson sich mit jeweils 30 Minuten weniger zufrieden gegeben, könnte man der auf diese Weise gestrafften Handlung einfach besser folgen. Dennoch habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt, was natürlich an den fantastischen Bildern und den heiß geliebten Charakteren wie Bilbo (dem großartigen Martin Freeman sei Dank) und dem glaubhaft dargestellten fiesen Charakter von Smaug (auch Benedict Cumberbatchs deutsche Synchronstimme macht einen guten Job) liegt. Ein absoluter Pluspunkt für Jackson: Er hat es wieder mal geschafft, die Zweiseitigkeit einiger wichtiger Figuren herauszuarbeiten, so dass Smaug beispielsweise nicht ausschließlich böse und Thorin Eichenschild nicht ausschließlich gut erscheint. Die Atmosphäre ist wie in allen Tolkien-Verfilmungen von Peter Jackson einfach perfekt Mittelerde-haft, so dass man keine Sekunde daran zweifelt, sich in diesem fantastischen Land mit all seinen Gefahren und gleichzeitig all seiner Schönheit zu befinden.

Dass Fans der Kombination Peter Jackson und Tolkien den Film sehen müssen, steht außer Frage. Ich werde mir den Film auf jeden Fall mindestens ein zweites Mal anschauen – spätestens, wenn er auf DVD erscheint.

Infos zum Film

Der Hobbit – Smaugs Einöde
(The Hobbit:
The Desolation of Smaug)

USA, Neuseeland, UK 2013
161 Minuten
Filmverleih: Warner Bros.
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: Fran Walsh,
Philippa Boyens, Peter Jackson
mit Martin Freeman,
Cate Blanchett, Ian McKellen,
Benedict Cumberbatch,
Richard Armitage
FSK: frei ab 12

 

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