Snow White and the Huntsman (Rupert Sanders)

Snowwhite and the Huntsman

© 2012 Universal Studios

Jaja, ich habe eine Schwäche für Fantasy-Filme. Und wenn ich im Vorfeld erfahre, dass ein Film von der Machart her stark an Herr der Ringe erinnert, bin ich sowieso dabei. Als mich außerdem der Trailer zu Snow White and the Huntsman angenehm an die Düsternis der Harry Potter Filme erinnerte, waren die Kinotickets so gut wie gekauft.

Handlung von Snow White and the Huntsman

Die Handlung des Films ist an die ursprüngliche Story der Gebrüder Grimm angelehnt: Die gutaussehende Ravenna (Charlize Theron) schwingt sich durch einen cleveren Schachzug zur Frau des Königs auf. Als das Spiegel-Orakel ihr jedoch verrät, dass nicht sie selbst, sondern ihre Stieftochter Snow White (Kristen Stewart) die Schönste im ganzen Land ist, trachtet die Königin fortan nach dem Leben von Schneewittchen.

Die Königin in Snow White and the Huntsman beauftragt ihren Bruder, ihr das im Schloss eingekerkerte Mädchen zu bringen, damit sie deren Herz verspeisen kann. Snow White gelingt die Flucht in einen verhexten, dunklen Wald, in den sich niemand hineintraut, um sie aufzuspüren. Eric, der Huntsman (Chris Hemsworth), erklärt sich schließlich bereit, Snow White zu finden und auszuliefern – im Gegenzug verspricht ihm die Königin, durch ihre Zauberkräfte seine tote Frau wieder lebendig zu machen. Die Jagd beginnt, auf der tatsächlich auch noch die Sieben Zwerge ihren Auftritt haben. Mehr der Handlung sei an dieser Stelle nicht verraten.



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Snow White and the Huntsman in der Kritik

Zu Beginn des Films dachte ich noch, dass da einige richtig gute und neue Ideen eingeflossen sind. Leider beziehen sich diese Ideen v.a. auf das Setting und die äußeren Umstände. Regiedebütant Rupert Sanders, der vorher erfolgreiche Werbespots gedreht hat, versteht es wirklich, das Märchen mit Special Effects und überwältigenden Bildern zu inszenieren. Allerdings hatte ich sehr bald den Eindruck, dass hier einfach die besten Szenen verschiedener Filme wie Die unendliche Geschichte, Harry Potter, Jeanne d’Arc und Der Herr der Ringe kopiert und aneinander gereiht wurden, ohne sie thematisch irgendwie sinnvoll zu verbinden.

Das größte Problem des Films ist in meinen Augen das Drehbuch. Es fehlt vor allem eine nachvollziehbare Geschichte. Der Plot scheint teilweise einfach nicht vorhanden zu sein, so dass die Figuren die meiste Zeit ohne erkennbares Motiv durch die Landschaft staksen. Hauptsache, es konnten dabei unnötige Figuren oder Special Effects eingebaut werden. Der Film muss ohne einen einzigen spannenden Twist und ohne wirklich dramatische Szene auskommen, so dass auch die tollsten Bilder schnell langweilig wirken.

Besetzung

Die Schauspieler für Snow White and the Huntsman wurden nach schwer nachvollziehbaren Gesichtspunkten ausgesucht. Der eine Gesichtsausdruck, den Kristen Stewart beherrscht, reicht leider weder, den Zuschauer von irgendwelchen Gefühlsregungen der Figur zu überzeugen, noch schafft sie es auch nur annährend, an Charlize Therons Schönheit heranzukommen (außer, wenn deren Gesicht gerade durch Spezialeffekte gealtert ist). Stewart ist damit weit enfernt von der charismatischen Darstellung einer weiblichen Heldin, wie man sie z.B. von Jennifer Lawrence in Die Tribute von Panem kennt. Charlize Theron ist in diesem Film wirklich die einzige, die in ihrer Rolle glaubhaft wirkt.

Fazit

Wer Lust auf die Aneinanderreihung opulenter Bilder hat, ist in dem Film gut aufgehoben, sollte sich jedoch darüber klar sein, dass zwei Stunden sehr lang werden können.

Infos zum Film

Snow White and the Huntsman
USA 2012
127 Minuten
Filmverleih: Universal Pictures
Regie: Rupert Sanders
Drehbuch: Evan Daugherty, John Lee Hancock, Hossein Amini
Mit Kristen Stewart, Chris Hemsworth, Charlize Theron
FSK 12 Jahre

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