Battle for SkyArk (Simon Hung)

Jugend-Dystopie mit viel Ästhetik und wenig Handlung:

DVD-Cover Battle for Skyark

DVD-Cover Battle for Skyark

Die Erde ist unbewohnbar geworden, seit sie von menschenmordenden Monstern bevölkert wurde. Niemand weiß, woher die Monster kamen, oder zumindest gibt es niemand preis. Zur Rettung der Menschheit wurde eine Arche in der Erdumlaufbahn gebaut, genannt SkyArk. Doch schon bald wird der Raum für die Menschen knapp auf der Arche und so verbannt man immer wieder Waisenkinder und Kinder von Verbrechern und Aufständischen zurück auf die Erde. In Raumkapseln werden sie zur Erde geschickt und sind dort nach ihrer Landung auf sich selbst gestellt.

Die Kinder, die nicht sofort von den Monstern getötet wurden, haben sich in einem Camp zusammengefunden. Ihr Anführer Rusty erzählt ihnen immer wieder die Legende von einem Jungen mit 13 Schatten, der eines Tages kommen wird, um sie zu befreien. Bei den Schatten handelt es sich um Narben, die einem Kind auf Skyark für jede Missetat seiner Eltern auf den Unterarm gebrannt werden.

Der Battle for SkyArk auf der Erde beginnt

Nachdem Rags Vater auf SkyArk wegen Hochverrats erschossen wurde, wird auch er in einer Raumkapsel zur Erde geschossen. Der Camp-Anführer Rusty findet Rags und damit den legendären Jungen mit den 13 Schatten. In der Hoffnung, gemeinsam mit Rags den alles heilenden blauen Tropfen zu finden, macht sich Rusty gemeinsam mit ihm auf zum Bienenkorb, einem Gebäude, das komplett von Monstern besetzt ist. Doch nur einer der beiden Jungen wird zum Camp zurückkehren und herausfinden, wer wirklich hinter den Monstern steckt und was es mit SkyArk auf sich hat.



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Kritik zu einem Film mit ambitionierten Ideen

Die Grundidee dieser Dystopie ist nicht schlecht und hätte zu einem großartigen Film in Richtung Tribute von Panem werden können. Doch leider hakt es bei Battle for SkyArk gleich an mehreren Stellen. Den Schauspielern merkt man in jeder Szene an, dass sie unerfahren sind. Wenig Hilfe bieten dabei die durchweg unpassenden und meist sinnfreien Dialoge, die weder dazu dienen, die Story voranzutreiben, noch die Figuren zu charakterisieren. Die Story selbst wirkt unfertig, denn weder schafft es der Film, die ansich interessante Vorgeschichte ordentlich zu inszenieren (man erfährt sie zu Beginn des Films in 2 bis 3 Sätzen als Voiceover von Rusty), noch bietet sie spannende Konflikte oder eine brauchbare Entwicklung, um den Zuschauer in den Film zu ziehen.

Am Ende bleiben viele Fragen unbeantwortet, die Logiklücken klaffen dafür umso offensichtlicher. Dies könnte entweder an einem miserablen Schnitt liegen (sofern darin alles Spannende entfernt wurde), oder wahrscheinlicher an besagten Schwächen der Story. Nach gerade einmal 85 Minuten Film hat man das Gefühl, dass in Battle for SkyArk nichts Nenneswertes passiert, denn der Inszenierungsfokus liegt auf den falschen Szenen. So werden Höhepunkte kreiert, die einfach keine sind, wie minderwertig inszenierte Kämpfe zwischen Teenagern und wie Vogelscheuchen anmutenden Monstern sowie inhaltsarme Gespräche und angedeutete Verliebtheit zwischen den Jugendlichen.

Etwas Positives hat Battle for SkyArk dennoch zu bieten

Was mir an dem Film wirklich gefallen hat, ist die Ästhetik: Die Bilder (übrigens mit ordentlicher Kameraführung) unterstützen durch einen konsequent eingesetzten Blaufilter die künstliche, entrückte und unwirtliche Atmosphäre, die auf der Erde herrscht. Die Kulissen wirken arrangiert und detailliert ausgestattet, was einerseits überraschend unnatürlich wirkt, jedoch zu dem Ort, zu dem die Erde geworden ist, sehr gut passt. Die Kostüme der Jugendlichen sind angelehnt an die ästhetische (und ursprünglich literarische) Strömung des Steampunk. Auch das scheint ungewöhnlich, trägt aber konsequent zur gesamten Ästethik des Films bei. Ein weiteres Plus ist der sehr stimmige und passende Soundtrack zum Film.

Fazit zum Film

Leider schafft Battle for SkyArk es nicht, eine geschweige denn mehrere Zielgruppen (wie bei Jugend-Dystopien üblich) zu bedienen. Am ehesten könnte sich von dem Film jene  Sorte junger Teenager angesprochen fühlen, der coole Optik und (meist gut aussehende) junge Schauspieler wichtiger sind als die Geschichte. Die Chance, auch ein erwachsenes Publikum anzusprechen im Stil von Filmen wie Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth oder Ender’s Game, hat Battle for Skyark eindeutig verpasst.

Infos zum Film

Battle for Skyark
(Mr. Monster)

USA, 2014
85 Minuten
Filmverleih: Ascot Elite
Regie: Simon Hung
Drehbuch: Simon Hung, Guy Malim
Schauspieler: Caon Mortenson,
Garrett Coffey, Taylor Coliee,
Riley Jane, Luke Davis, Chantal Thuy
FSK: frei ab 12

 

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