Mad Max: Fury Road (George Miller)

Gewaltiges Action-Spektakel mit überschaubarer Handlung:

DVD-Cover Mad Max: Fury Road

DVD-Cover Mad Max: Fury Road

So fangen Post-Apokalypsen an: In einer Wüstenlandschaft steht der einsame (Action-)Held Mad Max, verspeist eine zweiköpfige Eidechse und sinniert darüber, ob eigentlich er oder die gesamte restliche Welt verrückt geworden ist – wobei sein Name da ja zumindest eine Vermutung nahe legt. Danach wird’s story-seitig dünn und ist schnell erzählt. In einer nicht näher bestimmten Zukunft herrscht Immortan Joe in seiner Zitadelle über das verfügbare Wasser und damit über die Menschheit. Der seit Jahren durch die Wüste streifende Max (Tom Hardy) wird von Joes Warboys aufgegriffen und zum Dauer-Blutspender für Warboy Nux (Nicholas Hoult) „umfunktioniert“. Joes ruhige Herrscher-Tage scheinen dem Ende nah, als eine seiner Soldatinnen sich entschließt, gegen ihn zu rebellieren. Die Dame heißt Furiosa (nein, wirklich) und befreit Joes unfreiwillige Ehefrauen. Da Max im wahrsten Sinne des Wortes an Nux gebunden ist, wird er Teil der wilden und allein in der ersten Sequenz 30 Minuten dauernden Verfolgungsjagd auf Furiosa (Charlize Theron). Obwohl Max ein Einzelgänger ist, wird er schon bald in die Auseinandersetzung hineingezogen und unterstützt Furiosa schließlich bei ihrer Mission.


 

Mad Max: Fury Road – FURY-oses Spektakel

Während andere Post-Apokalypsen sich sehr auf die gesellschaftlichen Aspekte einer stark verkleinerten Zivilisation konzentrieren, nutzt Mad Max: Fury Road die entvölkerte Welt als Hintergrund für nahezu dialogfreie Action. Der Plot ist extrem simpel, und der einzige erzählerische Höhepunkt ist, dass Max eher aus Eigennutz als aus Nächstenliebe Furiosa und Joes Frauen hilft.

Tom Hardy und Charlize Theron spielen über lange Strecken so, als wäre es ihnen peinlich, bei diesem Spektakel mitzumischen – und dafür gibt’s ja auch allen Grund, da jegliche schauspielerische Leistung bei den Explosionen und endlosen Verfolgungsfahrten nur stören würde. Immerhin sind die beiden nicht auch noch für einen Oscar nominiert. Denn – und das kann man kaum glauben – Mad Max: Fury Road ist nach The Revenant der Film mit den zweitmeisten Oscar-Nominierungen in diesem Jahr. Bei den Visuellen Effekten, bei Kostümen und Make-up sehe ich das ja noch ein, aber der Beste Film hätte es nicht auch noch sein müssen. Die große Fan-Gemeinde um die Mad Max-Reihe wird’s dennoch freuen, und das auch noch länger: Es sind zwei weitere Fortsetzungen in diesem und im nächsten Jahr geplant.

Mad Max: Fury Road ist mittlerweile auf DVD und BluRay erschienen. Für Fans der Reihe wahrscheinlich ein Muss, für alle anderen am ehesten noch gute Aktion-Unterhaltung.

Infos zum Film

Mad Max: Fury Road

USA / Australien, 2015
120 Minuten
Filmverleih: Warner Brothers
Regie: George Miller
Drehbuch: George Miller
mit Tom Hardy, Charlize Theron, Zoë Kravitz, Nicholas Hoult
FSK: frei ab 16

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