Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (Wes Ball)

Mysteriöse und spannende Jugend-Dystopie vor faszinierender Kulisse

Filmplakat "Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth" © 2014 Twentieth Century Fox

Filmplakat „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ © 2014 Twentieth Century Fox

Ein Junge erwacht panisch in einem Lastenaufzug und noch bevor er sein Gefängnis genauer untersuchen kann, rast der Aufzug plötzlich nach oben. Gleißendes Licht erwartet den Jungen, als der Aufzug schließlich anhält. Einige fremde Jungs starren ihm gespannt von oben entgegen und ziehen ihn an die Oberfläche. Der Junge hat Angst, denn er hat keinerlei Erinnerung: Er weiß nicht, wie er in den Aufzug kam, was er bei diesen Fremden soll oder wie er selbst heißt. Während die anderen auf ihn einreden, sprintet der Junge los. Der einzige Fluchtweg auf dieser Lichtung scheint eine Lücke in der riesigen Mauer ringsum zu sein. Doch bevor der Junge hindurchlaufen kann, wird er von einem der anderen unsanft aufgehalten, denn: Nur den offiziellen Läufern der Gruppe ist es erlaubt, das Labyrinth hinter den Mauern zu betreten.

AB HIER SPOILER-GEFAHR!

Nach und nach erfährt der Junge, was es mit der Gemeinschaft auf der Lichtung und dem Labyrinth auf sich hat: Seit über 3 Jahren kommt einmal im Monat der Lastenaufzug an und bringt neben einigen Vorräten auch jedes Mal einen „Frischling“ ohne Erinnerungen. Das einzige, was jedem nach einiger Zeit wieder einfällt, ist der eigene Name. Die Jungen wissen nicht, wer sie auf die Lichtung geschickt hat und was der Sinn dahinter ist. Doch sie haben ihre Gemeinschaft so organisiert, dass sie nicht nur gemeinsam überleben, sondern auch die Hoffnung aufrecht erhalten, eines Tages die Lichtung verlassen zu können. Der einzige Ausgang scheint durch das Labyrinth zu führen, doch selbst nach jahrelangem Kartographieren haben die Jungen noch nichts gefunden. Denn abgesehen davon, dass sich das Labyrinth immer wieder verändert, lauern hinter seinen Mauern Monster, mit denen jede Begegnung bislang tödlich endete.



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Thomas wird zum Maze Runner

Der Neuankömmling erinnert sich schon nach einigen Stunden auf der Lichtung an seinen Namen – Thomas (Dylan O’Brien). Und auch sonst unterscheidet er sich von den Jungs aus der Gruppe, denn Erinnerungsfetzen steigen immer wieder in ihm hoch. Mehr als alle anderen verspürt Thomas den Drang, für die Gruppe einen Weg aus dem Labyrinth zu finden und so wird er schließlich zum Läufer – einem Maze Runner – ernannt, der nun offiziell mit Läufer Minho (Ki Hong Lee) die gefährlichen Gänge erkunden darf. Doch es gibt auch Jungs in der Gruppe, die Thomas und seinem Aktionismus sehr misstrauisch gegenüberstehen.

Eines Tages kommt im Lastenaufzug statt wie sonst ein Junge plötzlich ein Mädchen an – mit der Nachricht, dass nach ihr niemand mehr kommen wird. Das Mädchen weiß zwar auch nicht, wie sie auf die Lichtung gekommen ist, aber ihren Namen kennt sie. Und nicht nur das: Teresa erkennt auch Thomas wieder. Für die Misstrauischen in der Gruppe steht Thomas nun umso mehr auf dem Prüfstand und auch er selbst hat die Ahnung, dass er in irgendeiner Form mitverantwortlich ist für die mysteriöse Situation.

 

Fazit zum Film

Die hier beschriebene Handlung enthält nicht mal ansatzweise Hinweise darauf, was eigentlich hinter dem Labyrinth steckt, so dass ihr beruhigt auch nach dieser Lektüre in „Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ gehen und euch trotzdem von zahlreichen Twists und neuen Erkenntnissen überraschen lassen könnt. Mich hat der Film sofort an „Cube“ (Vincenzo Natali, 1997) erinnert, in dem eine Gruppe von Menschen in einem Würfel-förmigen tödlichen Labyrinth erwacht und man sich immer wieder fragt: Wer baut so etwas und warum?

Natürlich liegen auch Vergleiche zu den Filmen Tribute von Panem – Hunger Games und Catching Fire nahe, in denen Jugendliche in einer künstlich angelegten Natur-Arena ums Überleben kämpfen. Während diese beiden Filme jedoch mit einer extrem aufwendigen und pompös ausgestatteten Kulisse überzeugen, bieten die verhältnismäßig schlichte Lichtung in Maze Runner und die kargen grauen Mauern des Labyrinths auch so genügend Raum für teils atemlose Spannung. Das liegt einerseits am äußerst beeindruckenden Sound im Film, der das Labyrinth zu einer eigenständigen Hauptfigur erweckt. Andererseits ist die Story (Romanvorlage von James Dashner: Die Auserwählten – Im Labyrinth) mit ihren zahlreichen Überraschungen und dem dystopischen Hintergrund schlichtweg faszinierend. Wer wie ich nicht warten kann, bis die Verfilmungen der Teile 2 und 3 der Trilogie ins Kino kommen, besorgt sich einfach die Romanvorlagen von James Dashner (Die Auserwählten – In der Brandwüste, Die Auserwählten – In der Todeszone).

Infos zum Film

Maze Runner –
Die Auserwählten im Labyrinth
(The Maze Runner)

USA, 2014
115 Minuten
Filmverleih: 20th Century Fox
Regie: Wes Ball
Drehbuch: Noah Oppenheim,
Grant Pierce Myers, T.S. Nowlin
mit Dylan O’Brien, Kaya Scodelario,
Will Poulter, Aml Ameen, Ki Hong Lee
Thomas Brodie-Sangster
FSK: frei ab 12

 

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