Star Trek Into Darkness (J. J. Abrams)

By Eva Rinaldi  Uploaded by MyCanon (Star Trek Into Darkness) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Star Trek Cast auf der Filmpremiere in Sydney 2013; by Eva Rinaldi Uploaded by MyCanon (Star Trek Into Darkness) [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Kirk: „Was würde Spock in meiner Situation tun?“

„Pille“ McCoy: „Er würde dich sterben lassen.“

Dieser kurze Dialog zu Beginn des Films erinnert noch einmal daran, wie unterschiedlich die beiden Helden in „Star Trek Into Darkness“ sind: Spock (Zachary Quinto) kann seine Gefühle kontrollieren bzw. sogar ganz ausschalten, während Kirk (Chris Pine) sich meist von seinen Leidenschaften leiten lässt und auf alles pfeift, das mit Vernunft und Reglementierung zusammenhängt. So wundert es auch niemanden, dass Captain Kirk bei einer Mission auf dem Planeten Nibiru gegen eine Regel der Föderation verstößt: niemals auf die Entwicklung fremder Kulturen Einfluss nehmen. Kirk findet es in diesem Moment einfach wichtiger, seinen Kollegen und Freund Spock aus der Mitte eines ausbrechenden Vulkans zu retten. Dafür ist er auch bereit, den offiziellen Missionsbericht ein wenig zu schönen, doch die Wahrheit bringt anschließend ausgerechnet der gerettete Spock ans Licht, der weder lügen noch eine Regel brechen kann. Die Konsequenz: Kirk nimmt man sein Schiff Enterprise weg und schickt ihn zurück auf die Akademie, während Spock auf ein anderes Schiff versetzt wird.



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Wieder vereint: die Star Trek Crew

Der sieht doch gar nicht so böse aus... Benedict Cumberbatch Arrives In Tokyo NARITA, JAPAN - JULY 15: Actor Benedict Cumberbatch is seen upon arrival at Narita International Airport on July 15, 2013 in Narita, Japan. (Photo by Ken Ishii/Getty Images for Paramount Pictures International) *** Local Caption *** Benedict Cumberbatch Ken Ishii 2013 Getty Images

Der sieht doch gar nicht so böse aus… Benedict Cumberbatch am Narita International Airport (Japan) am 15. Juli 2013. (Photo by Ken Ishii/Getty Images)

Das Kommando über die Enterprise fällt nun zunächst an Admiral Pike (Bruce Greenwood), der jedoch als Kirks Mentor seinen Schützling zum 1. Offizier der Enterprise ernennt. Doch noch bevor Kirk sich so richtig an seine „Degradierung“ gewöhnen muss, erhält er vom Oberbefehlshaber der Sternenflotte, Admiral Marcus (Peter Weller), seine Position als Captain der Enterprise inklusive erstem Offizier Spock zurück und wird auf eine neue Mission geschickt. Der Grund: Ein Anschlag auf ein Archiv in London und der anschließende Angriff auf das Hauptquartier der Sternenflotte wird dem ehemaligen Agenten John Harrison (Benedict Cumberbatch) zugeschrieben. Dieser flieht auf den Klingonen-Planeten Kronos, was die Jagd auf ihn nicht einfacher macht, denn die Sternenflotte möchte einen öffentlichen Konflikt mit den Klingonen vermeiden. Kirk macht sich also samt Crew auf zum Rand der neutralen Zone, um zu sehen, was er von dort aus gegen Widersacher Harrison ausrichten kann. Mit an Bord der Enterprise befindet sich eine beträchtliche Anzahl Torpedos, vor deren Nutzung Crew-Mitglied Scotty (Simon Pegg) seinen Captain eindringlich warnt. Kirk schlägt die Warnungen jedoch in den Wind, akzeptiert stattdessen Scottys Kündigung und ist begeistert, dass sich eine blonde Waffenexpertin (Alice Eve) an Bord befindet. Da die Dame attraktiv ist, stört es Kirk auch nicht weiter, dass sie sich unter falschem Namen an Bord geschlichen hat und zufällig die Tochter von Oberbefehlshaber Admiral Marcus ist.

 

Der Plot in Star Trek Into Darkness

In Star Trek Into Darkness setzten die Drehbuch-Autoren ganz auf die Faszination, die ein gut gezeichneter Antagonist ausmachen kann. Anstatt den „Bösewicht“ John Harrison alias Khan einfach nur als fiese Figur mit gemeinen Motiven auszustatten, erhält dieser nicht nur eine persönliche Geschichte, die den Zuschauer teilweise mitfühlen lässt, sondern auch übermenschliche Fähigkeiten, die Kirk und seiner Crew durchaus nützlich werden. Der Effekt, dass der Zuschauer sich hier und da sogar mit Khan zu identifizieren vermag, wird verstärkt, indem überraschend ein weiterer Gegenspieler auf den Plan tritt. Kirk bleibt in diesem Moment nichts anderes übrig, als mit Khan zusammenzuarbeiten. Der Plot von Star Trek Into Darkness wird auf diese Weise geschickt vorangetrieben durch die zahlreichen Konflikte der Hauptfiguren.

 

Star Trek: Themen des Films

Der Film wirkt nicht zuletzt kurzweilig, da hier verschiedene Motive den Plot bestimmen und in erkennbar voneinander abgesetzten Handlungssträngen gezeigt werden. Neben Themen wie Macht, Rache und dem Handeln aus persönlich gefärbten Motiven entgegen Regeln und Vernunft steht das Thema Freundschaft im Vordergrund. Das besondere an der Freundschaft zwischen Kirk und Spock ist, dass hier ein extrem emotionaler, leidenschaftlicher und seinen Instinkten vertrauender Chararkter auf einen nüchternen, kontrolliert agierenden trifft, was in dieser Konstellation natürlich immer wieder für Konflikte, Unverständnis und manchmal Enttäuschung sorgt.

 

Fazit zum Film

Mit Star Trek Into Darkness ist Regisseur J. J. Abrams solide, bildgewaltige Science Fiction-Unterhaltung gelungen, die vor allem vom charismatischen Spiel von Benedict Cumberbatch in der Rolle des Khan lebt. Der unterhaltsame Plot und die nachvollziehbaren Motive der Figuren entschädigen für die ein oder andere zu kitschig geratene Szene zwischen Kirk und Spock.

Infos zum Film

Star Trek Into Darkness
USA, 2013
127 Minuten
Filmverleih: Paramount Pictures
Regie: J. J. Abrams
Drehbuch: Alex Kurtzman,
Roberto Orci, Damon Lindelof
mit Chris Pine, Zachary Quinto,
Zoë Saldaña, Karl Urban,
Bruce Greenwood, Alice Eve,
Simon Pegg, Benedict Cumberbatch,
Peter Weller
FSK: frei ab 12

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