Top 10 post-apokalyptische Romane

Düstere Stimmung: Unsere Top 10 post-apokalyptische Romane

Düstere Stimmung: Unsere Top 10 post-apokalyptische Romane

Der Erfolg der Fernseh-Serie The Walking Dead kommt nicht von ungefähr: Die Möglichkeiten und Herausforderungen, denen sich eine Mikro-Gesellschaft nach einer weltweiten Katastrophe gegenübersieht, üben schon lange eine Faszination auf Zuschauer und Leser aus. Die Zeit nach dem Weltuntergang bringt für viele das wahre Gesicht des Menschen hervor.

Post-apokalyptische Romane freuen sich ebenfalls großer Beliebtheit, und ob die Welt nun durch eine Grippe-Epidemie entvölkert oder von einer Zombie-Welle überrollt wird: Am Ende zählt nur, wie die Handvoll Überlebender sich durchschlägt.

Für alle, die dieses Genre genau so fasziniert wie mich, gibt es hier meine persönlichen Top 10 post-apokalyptische Romane.


10. Das letzte Ufer

Australien, 1963. Der dritte Weltkrieg hat geschafft, was seine beiden Vorgänger nicht vermochten: Die nördliche Halbkugel ist durch einen verheerenden Nuklearkrieg völlig entvölkert, und nur in Melbourne scheint es noch Überlebende zu geben. Ein seltsames Morse-Signal aus Seattle gibt den Überlebenden in Melbourne Hoffnung: Gibt es vielleicht noch Menschen im Gebiet der USA? Ein Atom-U-Boot wird auf die Reise geschickt, um Kontakt zu den Sendern des Signals aufzunehmen.

Das letzte Ufer ist der bekannteste Roman von Science Fiction-Autor Nevil Shute und wurde zwei Mal fürs Kino adaptiert.

Das letzte Ufer – On the Beach (1997) von Nevil Shute_

9. Alas, Babylon

Randy Bagg erhält von seinem Bruder Mark, einem Air Force Offizier, eine Nachricht, die mit den Worten „Alas, Babylon“ endet – ein Code der beiden für eine drohende Katastrophe. Während Mark selbst auf seiner Basis bleibt, schickt er seine Frau und seine Kinder zu seinem Bruder nach Florida, in die kleine Stadt Fort Repose. Und bald beginnt die von Mark angekündigte Katastrophe: Ein nuklearer Krieg bricht aus und legt die Welt in Schutt und Asche.

Alas, Babylon ist einer der ersten Romane des Genres und beeinflusste etliche Science Fiction-Autoren, darunter auch David Brin.

Alas, Babylon (1959) von Pat Frank

8. Die Welt ohne uns

Die Welt ohne uns ist eigentlich falsch in der Rubrik „Top 10 post-apokalyptische Romane“, denn es handelt sich hierbei um ein Sachbuch. Alan Weisman reiste durch die Welt an von Menschen unberührte oder verlassene Orte, um der Frage nachzugehen, was passieren würde, wenn die Menschheit plötzlich aussterben würde.

Spannender als so mancher Roman gibt dieses Sachbuch wissenschaftlich fundierte Antworten auf eine Frage, die uns alle schon einmal beschäftigt hat: Wie wäre die Welt ohne uns?

Die Welt ohne uns – The World Without Us (2007) von Alan Weisman

7. Y – The Last Man

Noch ein „Nicht-Roman“: Die Comic-Serie Y – The Last Man beginnt im Jahr 2002, als an einem Tag auf dem gesamten Planeten sämtliche männlichen Lebewesen, Mensch und Tier, an einer mysteriösen Seuche sterben. Alle bis auf einen: Yorick, der von nun an der letzte Mann auf Erden ist. Die überlebenden Frauen, die die Gesellschaftsordnung wieder herstellen konnten, aber um das Überleben der Menschheit fürchten, haben Hoffnung, mit Yoricks Hilfe herauszufinden, was geschehen ist und wie man die Seuche unschädlich machen kann.

Y – The Last Man konnte etliche Preise gewinnen. Die Filmrechte sind ebenfalls bereits verkauft.

Y – The Last Man (2002) von Brian K. Vaughan

6. Operation Zombie

Die Vorlage zum Film World War Z aus dem letzten Jahr ist wie eine Sammlung von Augenzeugenberichten aufgebaut, die die größte Katastrophe der Menschheit – den Zombie-Weltkrieg – beschreiben und für die Nachwelt festhalten. In Interviews und Berichten fasst Chronist Max Brooks zusammen, was zur Zombie-Welle führte und wie die Menschheit darauf reagierte. Abgesehen von der Sache mit den Zombies sind die einzelnen Berichte dabei derart realistisch, dass man bei einer tatsächlichen Zombie-Seuche davon ausgehen darf, dass der Roman als Blaupause dienen kann.

Autor Max Brooks ist der Sohn von Mel Brooks und widmete sich dem Zombie-Thema bereits in seinem Zombie Survival Guide von 2003.

Zur Rezension Operation Zombie >>

Operation Zombie – World War Z (2010) von Max Brooks._

5. Das Jahr der Flut

Der mittlere Teil einer Trilogie um eine Katastrophe, die die Menschheit an die Grenze zum Aussterben bringt, schildert Das Jahr der Flut das Leben einer Natur-Sekte, die ihren Mitgliedern ein Leben in der unwirtlich gewordenen Welt ermöglicht. Im Kontrast zu einer militärisch organisierten Wirtschaftsorganisation, die die Regierung der Welt übernommen hat, stehen die „Gärtner Gottes“, bei denen Toby Zuflucht findet und bei denen sie ein naturverbundenes Leben lernt. Gleichzeitig bedrohen in den Straßen lebende Banden den Frieden und das Leben der Gärtner, die sich selbst einem friedlichen Leben verschrieben haben.

Kurzinhalt Das Jahr der Flut >>

Das Jahr der Flut – The Year of the Flood (2009) von Margaret Atwood

4. Ich bin Legende

Robert Neville ist der letzte Überlebende einer Seuche, die all seine Mitmenschen in Vampire verwandelt hat. Tagsüber bewegt er sich relativ frei in seiner Heimatstadt; nachts jedoch ist er ans Haus gebunden und wird von Vampiren belagert. Neben seiner Sorge um das tägliche Überleben, muss er sich auch gegen ehemalige Nachbarn und Freunde wehren, die ihm nach dem Leben trachten, denn schließlich ist die Welt nicht mehr das, was sie mal war – und Neville gehört eigentlich nicht mehr dort hinein.

Ich bin Legende wurde insgesamt vier Mal verfilmt; unter anderem diente der einflussreiche Roman von Science Fiction-Autor Richard Matheson dem Charlton Heston-Film Der Omega-Mann als Vorlage.

Zur Rezension „Ich bin Legende“ >>

Ich bin Legende – I am Legend (1954) von Richard Matheson

3. The Stand – Das letzte Gefecht

Ein zu Kampfzwecken vom Militär gezüchteter Grippe-Virus verlässt bei einem Unfall die eigentlich gut gesicherte Forschungsanlage und zeigt sehr schnell, was er kann: In wenigen Wochen sind fast alle Menschen der Welt infiziert und sterben innerhalb weniger Tage. Für die Suche nach einem Gegenmittel bleibt kaum Zeit, allerdings gibt es eine Handvoll Menschen, die immun zu sein scheinen. Nachdem alle anderen gestorben sind, haben die Überlebenden Träume – entweder von einem Mann in Schwarz oder von einer alten Frau. Diese Träume führen sie zueinander, und die beiden entstehenden Gruppierungen bereiten sich auf einen letzten Kampf zwischen Gut und Böse vor.

Das episch erzählte Werk von Stephen King wurde zunächst nur stark gekürzt veröffentlicht, erschien später jedoch in der vom Autor ursprünglich gewollten 1.278-Seiten Variante. Der Roman wurde fürs Fernsehen mit Gary Sinise und Rob Lowe verfilmt.

The Stand – Das letzte Gefecht – The Stand (1978) von Stephen King

2. Postman

Im Jahr 2013 ist die Welt durch einen nuklearen Krieg zerstört. Gordon Krantz zieht ziellos durch die Gegend, von einer Siedlung zur nächsten, und bittet um Unterschlupf. Als er in einem Postauto nicht nur Zuflucht, sondern einen Sack nicht zugestellter Briefe findet, nimmt er diesen mit. Die Briefe helfen ihm, Essen und eine Bleibe zu bekommen, denn er gibt sich als Postbote der wiederauferstandenen Vereinigten Staaten aus. Als er erkennt, dass er damit Hoffnung in den Menschen weckt, beginnt er, Briefe mitzunehmen und versucht, durch die wiederauflebende Kommunikation eine neue Gesellschaft in Gang zu bringen.

Postman wurde 1997 von und mit Kevin Kostner verfilmt.

Postman – The Postman (1985) von David Brin

1. Die Straße

Ein Vater wandert mit seinem Sohn durch eine verlassene Welt, ohne, dass man erfährt, welche Katastrophe zum Aussterben großer Teile der Menschheit geführt hat. Essen ist eine ständige Sorge, denn viel wächst nicht mehr, und die Supermärkte sind längst geplündert. Dennoch hegt der Vater die Hoffnung, seinem Sohn am Meer zumindest irgendeine Zukunft bieten zu können, und so bewegen sich die beiden über den Kontinent, in Angst und Misstrauen vor anderen Menschen.

Cormac McCarthy erhielt für Die Straße den Pulitzer-Preis. Der Roman wurde 2009 unter seinem Originaltitel The Road mit Viggo Mortensen in der Hauptrolle verfilmt

Zur Rezension Die Straße >>

Die Straße – The Road (2006) von Cormac McCarthy

 

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2 Kommentare

  • Moritz

    Ich bedanke mich für diese Liste 😉 Manches kannte ich noch nicht. Ich werde mich mal durcharbeiten. Momenten lese ich ebenfalls einen postapokalyptischen Roman: Zwei Seiten einer Mauer …Kennt den jemand? Bisher wirklich gut

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