Top 10 Schreibratgeber

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Schreibmaschine, Schreibratgeber

Ran an die Schreibmaschine und sich von der Muse küssen lassen…

Klar, Romane schreiben ist ganz einfach. Das von der Muse geküsste Genie zieht sich in sein künstlerisches Kämmerlein zurück, lässt die Ideen wahlweise aus Kopf, Herz oder Bauch durch seine Finger direkt in ein Schreibgerät seiner Wahl fließen, schaut am Ende noch mal kurz drüber und schon stehen die Verlage Schlange. Während in anderen Ländern Schreibseminare ganz selbstverständlich angeboten werden, ist das Deutsche Literaturinstitut Leipzig, an dem man das Fach Schreiben studieren kann, hierzulande noch ein Exot. Natürlich kann man genau so wenig lernen, Kafka zu werden wie van Gogh. Aber Grundlagen, Techniken, Hilfestellungen – die gibt es beim Malen, Musizieren und eben auch beim Schreiben. Die aufgeführten Ratgeber waren mir alle an der ein oder anderen Stelle extrem behilflich, so dass ich sie uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Davon abgesehen bildet diese Liste natürlich meine absolut subjektiven Top 10 der Schreibratgeber ab – weitere Anregungen, Ergänzungen, Vorschläge sind selbstverständlich willkommen! Stefanie hat sogar noch einen 11. Schreibratgeber hinzugefügt, der ihr besonders gut gefällt.

Tipp: Noch mehr Schreibratgeber findet ihr hier >>

Schreibratgeber in der Übersicht

11. Heute schon geschrieben? Band 1 + 2

Adäquater Ersatz für einen Schreibkurs

Wer sich keinen Schreibkurs leisten kann oder will, ist mit diesen beiden ganz neuen Schreibratgebern mehr als gut bedient. Mit leichter Sprache im angenehmen Erzählton vermittelt Autorin Diana Hillebrand ihr Wissen und ihre Erfahrung so, dass man die Bücher nicht mehr weglegen möchte. Hillebrand hat nicht nur selbst zahlreiche Bücher geschrieben, sondern unterrichtet auch seit Jahren Schreibseminare und weiß um die Fragen und Probleme von Schreibschülern.

Neben der ansprechenden Gestaltung der beiden Bände überzeugen auch die hilfreiche Strukturierung der Themen und die Unterteilung in sinnvolle Unterkapitel, die auch Leser mit wenig Zeit bestens häppchenweise bewältigt kriegen.

Rezension von “Heute schon geschrieben?”

Heute schon geschrieben? (2015) von Diana Hillebrand, 432 + 424 Seiten._

10. Schreiben mit Bildern

Praktische Kreativitätsübungen

Wer immer mal wieder ein paar Minuten hat, die er dem Schreiben widmen kann, kann diese in das Buch „Schreiben mit Bildern“ stecken. Hier findet man praktische Übungen, die zum Teil nicht mehr als fünf Minuten brauchen, einen aber deutlich weiter bringen.

Gerade Bilder eignen sich hervorragend, die Kreativität in Schwung zu bringen, da sie besonders viel Raum für Interpretation lassen. Diese Tatsache macht sich der Schreibratgeber „Schreiben mit Bildern“ zunutze, der einem Schritt für Schritt neue Wege zu mehr Kreativität eröffnet. Wie man das Ganze am Ende zu einer Kurzgeschichte oder einem Roman zusammenfügt – dafür braucht man sicher noch andere Bücher. „Schreiben mit Bildern“ hilft ausschließlich dabei, Schreibblockaden zu überwinden und die vorhandene Kreativität auszubauen – und beides hilft enorm beim Schreiben.

Schreiben mit Bildern (2011) von Ruth Maria Wegner, 248 Seiten._

9. Verführung mit Worten: 33 Quickies für erfolgreiche Texte

Sexy schreiben

Schreiben soll nicht einfach informativ, genau oder wahrheitsgetreu sein, sondern es soll zum Lesen verführen. Diese Annahme setzt Autorin Karen Christine Angermeyer voraus und bildet damit gleichzeitig eine Metapher, die sich durch ihren gesamten Schreibratgeber „Verführung mit Worten“ zieht: Schreiben soll sexy sein.

Ihre 33 Tipps und kurzen Übungen zielen allesamt darauf, das Schreiben nicht als einsame Tätigkeit zu begreifen, sondern als Dialog mit dem Leser, den man beim Schreiben immer mitdenken muss. Wenn man Texte schreiben möchte, die man gerne liest, findet man in diesem Schreibratgeber einige wertvolle Tipps, auch wenn Karen Christine Angermeyer ihre Metapher vielleicht ein, zwei Mal zu häufig gebraucht. Das tut den Tipps, die man in „Verführung mit Worten“ erhält und die für literarische wie für Sachtexte gleichermaßen anwendbar sind, aber keinen Abbruch – erfrischend unkonventionell und praxisnah lernt man hier, wie man nicht für sich, sondern für andere schreibt.

Rezension von „Verführung mit Worten“

Verführung mit Worten: 33 Quickies für erfolgreiche Texte (2011) von Karen Christine Angermeyer, 176 Seiten._

8. Die Kunst des Erzählens

Ein Leseratgeber, der für Autoren besonders interessant ist

Wer schreiben will, muss Lesen. Diesen Tipp kann man in fast jedem Schreibratgeber finden. Doch wie liest man richtig? Und warum liest man bestimmte Dinge besonders gern? James Woods „Die Kunst des Erzählens“ ist kein Schreibratgeber, sondern ein Leseratgeber, und passt trotzdem oder gerade deswegen perfekt in diese Aufzählung. Mit Hilfe seiner Erzählanalyse findet man nicht nur ungemein viel interessanten Lesestoff, sondern man erfährt auch aus der Sicht eines Lesers, was funktioniert und was nicht.

James Wood, der ein bekannter Literaturkritiker ist, nimmt sämtliche Punkte, die man auch im typischen Schreibratgeber findet, unter die Lupe und betrachtet sie im Nachhinein, beim bereits geschriebenen Roman: Perspektive, Figuren, Dialoge – hier kann man sehen, worin sich der gute vom schlechten Roman unterscheidet. Dies in der Praxis zu sehen, hilft einem besonders bei eigenen Schreibprojekten.

Die Kunst des Erzählens – How Fiction Works von James Wood (2011), 240 Seiten._

7. Schreiben in Cafés

Schreibübungen für überall

Zu Platz 8 habe ich geschrieben, dass wer schreiben will, lesen muss. Darüber hinaus muss man natürlich auch noch: schreiben, schreiben, schreiben. Natalie Goldbergs Schreibratgeber „Schreiben in Cafés“ bringt einen genau dazu. Mit sehr motivierenden Texten darüber, wie, wann, wo und warum man schreiben sollte und kleinen Übungen, die einen Kreativität und Schreibtechnik trainieren lassen, hilft dieser Schreibratgeber vor allem dabei, das Schreiben in den Alltag zu integrieren. Wer selbst versucht, neben dem Beruf zu schreiben, weiß, wie wichtig und oft auch schwierig das ist. Dennoch ist es machbar, wie dieser Schreibratgeber zeigt.

Natalie Goldberg greift bei ihren Tipps für das Schreiben im Alltag auf ihre langjährige Erfahrung als Dozentin im Kreativen Schreiben zurück.

Schreiben in Cafés – Writing down the bones (2009) von Natalie Goldberg, 199 Seiten._

6. Deutsch für junge Profis

Zu einer klaren Sprache finden

Die üblichen Schreibratgeber handeln davon, wie man Figuren entwickelt, einen Plot entwirft, Dialoge schreibt und vielleicht noch davon, wie man seinen Tag einteilt. Ratgeber zum Thema Kreativität gibt es ebenfalls etliche, was jedoch oft fehlt oder als selbstverständlich vorausgesetzt wird, ist der Werkzeugkasten, den man beherrschen muss: Die eigene Sprache. Ein Autor egal welchen Texts muss sich klar und verständlich ausdrücken, er muss die Sprache nutzen können, um seine Leser mitzureißen, aber nicht, um an ihnen vorbeizupreschen. Wolf Schneiders „Deutsch für junge Profis“ schließt diese Lücke für alle, die für ein jüngeres Publikum schreiben. Blogger beispielsweise finden besondere Erwähnung. Wolf Schneider richtet sich zwar vor allem an Autoren von Sachtexten, aber auch Romanautoren kann es nicht schaden, seine Tipps zu befolgen und dadurch besser verständliche und lebendigere Texte zu verfassen.

Für alle, denen dieser Schreibratgeber zu „jung“ ist, gibt es Wolf Schneiders „Deutsch für Profis“, ein Klassiker, der dem hier vorgestellten Titel zeitlich voraus ging.

Deutsch für junge Profis (2011) von Wolf Schneider, 192 Seiten._

5. Garantiert schreiben lernen

Eine Kreativitätstechnik, die die Angst vorm weißen Papier nimmt

„Garantiert schreiben lernen“ ist kein klassischer Schreibratgeber, denn tatsächlich widmet sich Gabriele L. Ricos Buch genau einer Kreativitätstechnik: dem Clustern. Diese wird zügig eingeführt und in immer neuen Übungen erweitert und trainiert. Das Tolle daran: Es funktioniert. Man kommt sehr schnell ans Schreiben, bekommt neue Ideen und vor allem ein Werkzeug an die Hand, kleinere Kreativitätsengpässe zu überbrücken.

„Garantiert schreiben lernen“ ist stark an der Praxis orientiert. Man wird hier keine Aussage darüber finden, wie ein guter Dialog aufgebaut ist, wie man eine gelungene Liebesszene schreibt oder welche Stilfehler man vermeiden sollte. Stattdessen erfährt man mehr darüber, wie Kreativität funktioniert, und auch wenn die Gehirnforschung, die Rico als modern zitiert, eigentlich längst überholt ist, hilft die Aufteilung in linke und rechte Gehirnhälfte doch dabei, sich das Gelernte zu vergegenwärtigen. Am Ende jedenfalls kann man sich aus jeder Schreibblockade ganz einfach selbst „herausclustern“ – und allein aus diesem Grund sollte dieser Schreibratgeber in jedem Schreib-Regal stehen.

Garantiert schreiben lernen – Writing the Natural Way (1984) von Gabriele L. Rico, 296 Seiten.

4. Wort für Wort – oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben

Fundierte Tipps von der Fachfrau

Eine häufige Kritik an Schreibratgebern lautet, dass die Autoren eigentlich nicht wissen können, wovon sie reden, denn sonst hätten sie ja selbst schon etliche Bestseller geschrieben. Davon abgesehen, dass der beste Fußballtrainer nicht unbedingt der beste Fußballspieler gewesen sein muss, gibt es auch immer wieder Schreibratgeber von erfolgreichen Autoren, die Einblick in ihre Tätigkeit und ihre Technik gewähren – wie dieser Schreibratgeber von Elizabeth George. Diese hat selbst bereits etliche Bestseller veröffentlicht und beschreibt in „Wort für Wort“ vor allem die Technik der Figurentwicklung und den Weg von der Idee zum Plot und darüber hinaus. Zudem gibt sie wertvolle Tipps für die praktische Arbeit als Schriftsteller, die sich ja leider nicht im Lesen eines Schreibratgebers erschöpft.

Rezension von „Wort für Wort“

Wort für Wort – oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben – Write Away. One Novelist’s Approach to Fiction and the Writing Life (2004) von Elizabeth George, 352 Seiten._

3. Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

Motivation pur

Wenn man nicht nur irgendwas, sondern einen Roman, am besten sogar einen verdammt guten, schreiben will, ist man mit James N. Freys Schreibratgeber hervorragend bedient. Frey selbst schreibt auch, was man seinem Schreibstil deutlich anmerkt. Extrem motivierend sind die einzigen Kapitel, deren Aussage deutlich lautet: „Du kannst das, aber es wird kein anderer für dich machen!“ Hinzu kommt, dass Freys Stil witzig und gut lesbar ist, und so kommt es, dass ich „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ (und auch den zweiten Teil mit gleichem Titel) mehrfach gelesen habe, und zwar immer dann, wenn ich ein wenig mehr Motivation brauchte.

Freys Schreibratgeber deckt die üblichen Aspekte ab – Plotting, Dialoge, Figurentwicklung – und gibt dabei praxisnahe und hilfreiche Tipps, wie man sich den einzelnen Punkten nähern kann. Das Ganze reichert er mit positiven Beispielen erfolgreicher Romane und negativen Beispielen seines eigenen ersten Romanversuchs an. Zum guten Schluss widmet er ein Kapitel der rauen Wirklichkeit, nämlich der Frage, wie man Schriftsteller wird und bleibt. Und das will man am Ende der Lektüre auf jeden Fall.

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt – How to write a damn good novel (1987) von James N. Frey, 200 Seiten._

2. Das Leben und das Schreiben

Ein Buch, das selbst demonstriert, was gutes Schreiben ist

Stephen King ist einer der erfolgreichsten Schrifsteller der Welt. Dass er weiß, wie man einen Roman schreibt, der die Leser fesselt, hat er längst bewiesen. In „Das Leben und das Schreiben“ erzählt er außerdem davon, was das Schreiben mit ihm gemacht hat, wie das Leben eines Schriftstellers aussehen kann und wie das Schreiben stets in seinem Leben die Hauptrolle spielt. Dabei ist „Das Leben und das Schreiben“ selbst so geschrieben, wie ein guter Roman es sein sollte: fesselnd, bildhaft, emotional. Man liest diesen Schreibratgeber genau so gespannt wie einen guten Thriller, denn King gibt auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Darüber hinaus gibt er etliche praktische Schreibtipps, die er an Hand von Beispielen aus seinen eigenen Romanen ausleuchtet. Die Szene aus „Carrie“, die er beispielsweise zur Illustration der Veränderung einer Figur heranzieht, zeigt erschreckend eindrucksvoll, wie ein Mensch innerhalb von Sekunden zerbrechen kann. Während man solche Szenen liest und sich Kings Tipps für gelungene Figurentwicklung zu Gemüte führt, bekommt man selbst Lust, einfach drauf los zu schreiben. Und genau das empfiehlt King auch: Er selbst plottet nicht, d.h. er entwirft die Handlung des Romans nicht vorher, sondern lässt sie beim Schreiben entstehen. Wer das schon mal versucht hat, weiß, dass es funktioniert. Wer es noch nicht ausprobiert hat, wird es spätestens nach der Lektüre von Stephen Kings Schreibratgeber testen wollen.

Rezension von „Das Leben und das Schreiben“

Das Leben und das Schreiben – On Writing (2000) von Stephen King, 384 Seiten._

1. Über das Schreiben

Das umfassende Kompendium über literarisches und nicht-literarisches Schreiben

Sol Stein kennt sich aus mit dem Schreiben: Er war als Autor, Lektor und Verleger tätig, und weiß daher nicht nur, worauf man aus Schriftsteller-Sicht beim Schreiben achten muss, sondern auch, wie man einen Roman lesbar und gut verkäuflich macht.

Sol Stein deckt das gesamte Spektrum ab, und sein Buch ist ein Schreibratgeber im eigentlichen Sinne, denn mit ihm kann man sich das Schreiben im Selbststudium aneignen: Figurentwicklung, Plotting, Dialoge, die Wahl der geeigneten Perspektive, der Einsatz von Rückblenden und viele weitere Techniken des literarischen Schreibens werden erklärt. Auch die Wahl eines geeigneten Titels ist Teil von Sol Steins Schreibratgeber. Hinzu kommt ein ausführliches Kapitel über das Verfassen von Sachtexten sowie ein abschließender Teil, der sich mit dem Redigieren von Texten verfasst.

Das Tolle an Sol Steins „Über das Schreiben“ ist, dass es so umfassend und detailliert ist wie kein anderer Schreibratgeber, den ich kenne, und sich damit nicht nur als „Lernhilfe“, sondern auch hervorragend als Nachschlagewerk eignet.

Über das Schreiben – On Writing (2001) von Sol Stein, 429 Seiten.

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