Hitchcock (Sacha Gervasi) – Ankündigung

Filmplakat "Hitchcock"

Filmplakat „Hitchcock“

Ein Film, dessen Hauptdarstellerin nach nur 47 Minuten stirbt, der mit der bis dahin in den USA üblichen Sitte, irgendwann mitten während des Films ins Kino zu gehen, brach und dafür mit Plakaten vom Regisseur selbst warb, der zu den meistzitierten der Welt zählt und der auch deswegen mehr als fünfzig Jahre nach seiner Entstehung wirklich jedem ein Begriff ist: so ein Film bietet selbst genügend Stoff für ein Drehbuch. Vor allem, da er von einem der bis heute bekanntesten Regisseure Hollywoods gedreht wurde – und von einem der wenigen Regisseure überhaupt, die nicht nur dem Namen, sondern auch dem Gesicht nach einem breiten Publikum bekannt sind.

Die Rede ist natürlich von „Psycho“, dem bekannten Horror-Film von Alfred Hitchock aus dem Jahre 1960. Die Entstehungsgeschichte dieses erfolgreichsten Films von Hitchcock steht im Zentrum des Films „Hitchcock“, der sich natürlich auch mit der Figur des Regisseurs Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) sowie der Beziehung zu seiner Frau Alma (Helen Mirren) befasst.

Vorlage für den Debütfilm von Regisseur Sacha Gervasi war das Buch „Alfred Hitchcock and the Making of Psycho“ von Stephen Rebello.


Großes Risiko, großer Erfolg

Ende der 1950er Jahre scheint es, als würde Alfred Hitchcock von anderen Regisseuren in seinem eigenen Genre überholt. Zwar ist er einer der erfolgreichsten Regisseure der Welt, doch der Stil seiner Filme ist zum Vorbild vieler jüngerer Kollegen geworden, die ihn so erfolgreich kopieren, dass man glaubt, der Meister des Schreckens habe nichts mehr Innovatives zu bieten. Hitchcock selbst sieht das natürlich anders, und als er auf den Roman „Psycho“ von Robert Block stößt, ist ihm klar, dass er daraus unbedingt einen Film machen möchte – einen, wie es ihn noch nicht gegeben hat. Das Filmstudio, für das er den Film drehen will, stellt sich jedoch quer: Man will keine nackten Brüste unter der Dusche zeigen, und die Mordszene am gleichen Ort erscheint dann auch für einen Hitchcock-Film etwas martialisch. Doch der Regisseur selbst glaubt so sehr an seine Idee, dass er nicht nur so viele Kopien der Romanvorlage wie möglich aufkauft, damit das Ende der Geschichte nicht bekannt wird, sondern sogar sein eigenes Haus beleiht, um die Produktionskosten für den Film tragen zu können.

Dieser Schritt belastet jedoch Hitchcocks Ehe mit Alma, die ihm bisher stets zur Seite gestanden hat, obwohl ihr nicht wirklich Anerkennung dafür zuteil wurde. Während Hitchcock seine Zeit mit seinen Stars Anthony Perkins (James D’Arcy), Janet Leigh (Scarlett Johansson) und allen voran Vera Miles (Jessica Biel) verbringt, wendet sich Alma dem ambinitionierten Drehbuch-Autoren Whitfield Cook zu, wodurch letztlich sogar der Erfolg von „Psycho“ bedroht wird.

Ab 14. März könnt ihr „Hitchcock“ im Kino sehen. Für Hitchcock-Fans und alle, die Filme über Filme mögen.

Infos zum Film

Hitchcock
USA, 2012
98 Minuten
Filmverleih: Fox Deutschland
Regie: Sacha Gervasi
Drehbuch: John J. McLaughlin
mit Anthony Hopkins, Helen Mirren,
Jessica Biel, Scarlett Johansson
FSK: frei ab 12

 


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