Sofia Coppola

Sofia Coppola auf der Premiere von Lost in Translation, 2003 Toronto Film Festival. von Tony Shek (Sofia Coppola_001Uploaded by limojoe) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Sofia Coppola auf der Premiere von Lost in Translation, 2003 Toronto Film Festival.

Sofia Carmina Coppola (geb. 14. Mai 1971 in New York City, N.Y.) ist Regisseurin von Spielfilmen wie „Lost in Translation“, Musik- und Werbevideos. Als Drehbuchautorin schreibt sie ihre Filmskripte selbst bzw. adaptiert Literaturvorlagen. Außerdem arbeitet Sofia Coppola als Schauspielerin und Model sowie als Designerin für ihr japanisches Mode-Label Milkfed.

Filme von Sofia Coppola

Die Filme von Sofia Coppola sind vor allem Fans von Arthouse- bzw. Independent-Filmen bekannt. Bisher gibt es von Sofia Coppola 5 Filme: „The Virgin Suicides“ (1999) ist die Adaption des gleichnamigen Romans von Jeffrey Eugenides, in dem fünf Schwestern in einer amerikanischen Kleinstadt Selbstmord begehen, nachdem die strengen Eltern ihnen jeglichen Kontakt zur Außenwelt verboten haben.

Der bekannteste Film von Sofia Coppola – „Lost in Translation“ (2003) – brachte Coppola einen Oscar für Bestes Drehbuch ein. In dem Film lernen sich die nach Lebenszielen suchende Yale-Absolventin Charlotte und der in einer Lebenskrise befindliche Schauspieler Bob in einem Hotel in Tokio kennen und verbringen gemeinsam eine Woche im fremdartigen Tokio.

Für ihren bislang umstrittensten Film „Marie Antoinette“ (2006) nutzte Sofia Coppola die Biografie der britischen Historikerin Antonia Fraser als Drehbuchvorlage.

In „Somewhere“ (2010) ließ Coppola einen Schauspieler ohne Elan und Lebenssinn in einem Hotel wohnen, bis seine Tochter im Teenager-Alter erneut in sein Leben tritt.

Für das Drehbuch zu „The Bling Ring“ (2013) nutzte Coppala einen Vanity Fair-Artikel über die gleichnamige Jugend-Gang als Vorlage, der die zahlreichen Einbrüche der Teenager in Häuser reicher Promis geschildert werden.

Karriere und Projekte von Sofia Coppola

Schauspielerin, Moderatorin, Model

Sofia Coppolas Einstieg in die Film-Industrie begann schon als Säugling, als sie im Film „Der Pate“ (1972) ihres Vater Francis Ford Coppola für die Rolle eines Baby-Jungen in einer Tauf-Szene eingesetzt wurde. Sofia arbeitete auch später als Schauspielerin, unter anderem wirkte sie in „Der Pate III“ (1990) als Mary Corleone, wofür sie jedoch den Razzie Award (Golden Rasperry Award = Goldene Himbeere) als Schlechteste Nebendarstellerin erhielt. Ihre letzten Filmrollen hatte Sofia Coppola als Dienerin Saché in „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ (1999). Mitte der 90er Jahre trat sie auf Comedy Central zusammen mit ihrer Freundin Zoe Cassavetesals als Talk Show Master von „Hi-Octane“ auf, einem Magazin über Filme, Underground-Musik und Design, das jedoch nach vier Episoden eingestellt wurde. Darüber hinaus war Sofia Coppola in einigen bekannten Musik-Videos der 90er Jahre zu sehen wie z. B. Madonnas „Deeper and Deeper“, zuletzt 2002 in „Funky Squaredance“ der Band Phoenix. Seit Beginn der 90er Jahre arbeitet Sofia Coppola immer wieder als Model. 2002 wurde sie von Juergen Teller als Gesicht für Marc Jacobs‘ Parfum-Kampagne fotografiert. Der Designer Jacobs, der seit Jahren mit Coppola befreundet ist und sie als seine Muse bezeichnet, benannte sogar eine Tasche nach ihr: The Sofia Bag. Im Februar 2014 war Sofia Coppola als Titelgesicht der italienischen Ausgabe von Vogue zu sehen.

Fotografin, Designerin

Bevor Coppola zum Drehbuch und Regie kam, studierte sie Fotografie und Malerei am Mills College in Oakland und dem California Institute of the Arts (Cal-Arts) in Valencia, beide in Kalifornien. Eine zeitlang arbeitete sie als Fotografin für Modezeitschriften wie Paris Vogue und Allure. Später gründete sie mit ihrer Freundin Stephanie Hayman in Japan das Mode-Label Milkfed und eröffnete ihre eigene Boutique Heaven-27 in Los Angeles.

Regisseurin

Das erste Mal führte Sofia Coppola Regie für ihren Kurzfilm „Lick the Star“ (1998), für den sie ebenfalls das Drehbuch schrieb. Die Geschichte handelt von einer Mädchen-Clique, die die Jungen der Schule schwächen wollen, indem sie sie langsam vergiften. Neben ihren darauf folgenden Spielfilmen drehte Coppola zahlreiche Musikvideos für bekannte Bands wie The White Stripes und Air. Darüber hinaus führt sie regelmäßig Regie bei Werbefilmen für Marken wie H&M und Dior.

Mitglied der großen Coppola-Familie

Sofia Coppola ist die Tochter des Regisseurs und Drehbuchschreibers Francis Ford Coppola und der Künstlerin und Dokumentarfilmerin Eleanor Coppola. Sofia Coppolas Bruder ist Roman Coppola, ebenfalls bekannter Drehbuchautor, Produzent und Regisseur, der bereits mit ihr sowie mit Wes Anderson zusammenarbeitete. Die Schauspieler Nicolas Cage und Jason Schwartzman sind Cousins von Sofia, mit Jason Schwartzman besetzte sie die männliche Hauptrolle in ihrem Film „Marie Antoinette“. Ein weiteres bekanntes Mitglied des Coppola-Clans ist Sofias Nichte Gia Coppola, deren Regie-Debut „Palo Alto“ 2014 im Kino anläuft.

Sofia Coppola privat

Sofia Coppola war von 1999 bis 2003 mit Spike Jonze verheiratet, der ebenfalls Regisseur zahlreicher Spielfilme, Musik-Videos und Werbefilme ist. 2011 heiratete Sofia Coppola Thomas Mars (Sänger der Band Phoenix, Geburtsname Thomas Pablo Croquet), mit dem sie zwei Töchter hat: Romy Croquet (geb. 2006) und Cosima Croquet (geb. 2010).

Trivia

Sofia Coppola war die erste amerikanische Frau (und die dritte Frau weltweit), die jemals für einen Oscar in der Kategorie Beste Regie nominiert wurde. Die Nominierung erhielt sie 2004 für ihren Film „Lost in Translation“, gewann für den Film jedoch stattdessen die Auszeichnung Bestes Original-Drehbuch.

Sofia Coppolas Spitzname ist „Domino“, den sie sich als Bühnen-Namen im Alter von 11 Jahren selbst gab, da sie ihn glamourös fand. Dieser Name erscheint statt ihres richtigen Namens in den Credits einiger Filme, in denen sie mitgespielt hat, wie „Rumble Fish“ und „The Outsiders“.

Quellen: IMDB, notablebiographies.com, en.wikipedia.org

Foto: von Tony Shek (Sofia Coppola_001Uploaded by limojoe) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

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